Wo gibt es gute Gedichte zum 50. Geburtstag?
Hier. Und zwar richtig gute. Unsere Gedichte zum 50. Geburtstag eignen sich wunderbar zum Vortragen oder als besonderes Geburtstagsgeschenk.
Die kürzeren Sprüche zum 50. Geburtstag sind eine gute Vorlage für Grußkarten und können als Beigabe für Geburtstagsgeschenke verwendet werden.
Alle Gedichte sind sehr humorvoll und haben dabei doch Tiefgang.
Du wirst damit garantiert einen bleibenden Eindruck hinterlassen!
Unser erster Vorschlag ist ein witziges Gedicht zum 50. Geburtstag, das für einen Mann ebenso passt wie für eine Frau. Es bringt schon Spaß beim Vorlesen und löst auch beim Empfänger und seinen Gästen viel Heiterkeit aus:
Relativitätstheorie
50 Meter sind nicht viel
bei Wettkampf oder Sport und Spiel.
50 Meter sind ne Menge,
ziehn sich ziemlich in die Länge,
wollen wir mit zwei, drei Taschen
noch den letzten Zug erhaschen...
50 Haare sind im Essen
wirklich nicht mehr angemessen!
50 Haare auf dem Kopf -
und du bist ein armer Tropf.
50 Taler in der Tasche
waren früher richtig „Asche“,
50 Euro reichen heute
nicht mal für dein Grabgeläute.
50 Flaschen Wein im Keller
leeren sich mit Freunden schneller,
50 ganz allein getrunken
löschen jeden Lebensfunken...
50 Jahre sind ganz ähnlich,
manchmal viel und manchmal wenig,
je nach dem, wie man’s betrachtet
und worauf man grade achtet.
Darum mach dir keine Sorgen
Über Gestern oder Morgen,
denn mit Prognosen liegt man schief:
jede Zahl ist relativ.
Nimm die 50 nicht als Bürde,
sondern trage sie mit Würde!
Mit Erfahrung im Gepäck
Steckst du jedes Alter weg.
Geburtstagsgedicht zum 50. als Theaterstück
Das nächste der Gedichte zum 50. Geburtstag eignet sich besonders für einen Mann. Es lässt sich sogar als kleines Theaterstück zu zweit aufführen und zwar ganz einfach:
Eine Person ist das Engelchen, die andere das Teufelchen. – (Man kann sich dazu einfach ganz in Weiß bzw. ganz in Schwarz kleiden. Wer es perfekter machen möchte, besorgt sich im Kostümhandel Engelsflügel und Teufelshörner.)
Das Engelchen liest die normalen Zeilen und versucht möglichst fröhlich
und optimistisch zu wirken. Dem Teufelchen gehören die roten Zeilen,
und es liest sie düster und griesgrämig. Das Blaugefärbte
am Ende sagen beide gemeinsam.
Und schon geht’s los:
Mit 50 fängt das Leben erst an,
was man bei Dir gut erkennen kann.
Mit 50 ist mehr als die Hälfte vorbei –
wer wird schon 100? Von einer Million zwei?
Du gehst nun hinein in die goldenen Jahre...
...sind das an den Schläfen da nicht graue Haare?
Du stehst jetzt in der Blüte des Lebens,
du erntest, was Du sätest...
...und man sät viel vergebens!
50 – das Tor zu Weisheit und Kraft –
Na, wenn der mal heut noch zehn Liegestütz schafft!
Mit 50 war Goethe fast schon – ein Gott!
Und Schiller mit 50 seit vier Jahren tot.
Zu 50 fällt mir „zweiter Frühling“ ein.
Das wird dann wohl einer der letzten sein.
Mit 50 blickst Du ganz gelassen
gehetzten Menschen hinterher.
Bleibt Dir auch nichts andres übrig,
Laufschritt fällt Dir jetzt schon schwer.
Ganz von selbst gelingt Dir heute,
was Dir früher kaum gelang.
Lass uns schweigen von den Dingen,
die er heute nicht mehr kann.
Du entscheidest kurz und bündig,
denn Dich ziert ein starker Wille...
...und kannst dann nicht unterschreiben
ohne Deine Lesebrille.
Spielend kannst Du Dir heut leisten,
was Dir einst zu teuer war...
...meinst Du jetzt die dritten Zähne
oder eingewebtes Haar?
Ich meine zum Beispiel
einen Anzug von Versace...
...Friede seiner Asche...
Tja, Genies wie Versace sterben eben früh...
Bitte, bleib ruhig,
Du bist kein Genie!
Bloß ein ganz durchschnittlicher Mann,
der, laut Statistik, 79 Jahre alt werden kann.
Die statistische Frau wird 82,3!
Die Wahl des Geschlechts stand ihm schließlich nicht frei!
Mit genügend Geld kann man alles machen,
obwohl – er als Frau? Da kann ich nur lachen.
Es fehlt ihm an Feinsinn und Geduld...
...an seinem Geschlecht ist er nun wirklich nicht schuld!
Zurück zum Disput: er wird heute 50.
Wie ist die Prognose? Eher schlecht? Eher günstig?
Du kennst meine Meinung: ab nun geht’s bergab.
Eine Frage der Zeit nur, dann macht er schlapp.
Das kann nicht Dein Ernst sein – er startet
voll durch!
Zu neuen Gestaden, mit Kraft, ohne Furcht.
Schau Dir doch an, wie er vor uns steht:
ein ganzer Mann...
...der schon leicht gebeugt geht... Nein!
Der Anfang vom Ende ist vorprogrammiert...
...das ist doch schon bei der Geburt passiert.
Der Anfang...
...das Ende...
...Lust...
...und Leid...
...Weisheit, Klarheit...
...Einsamkeit...
...Geduld, Vertrauen...
...Verbitterung...
...Freunde, Liebe...
(sie halten ein halb gefülltes Glas hoch und
sagen zusammen:)
in diesem Trunk:
ist das Glas hier halb voll?
Oder ist es halb leer?
(zusammen)
Du selbst triffst die Wahl, bitte sehr!
Natürlich kann man dieses Gedicht zum 50. Geburtstag auch allein vorlesen. Man spricht dann die Rolle des Engelchen sehr freundlich und hoffnungsfroh und die des Teufelchen missgelaunt und pessimistisch.
Wir haben diese Verse schon des öfteren zu einem 50. Geburtstag mit Freunden zusammen aufgeführt, und es war jedes Mal ein großer Erfolg!
Das nächste Geburtstagsgedicht passt wieder für Mann und Frau.
Man kann es einfach vorlesen, aber die Wirkung dieser Reime wird noch
verstärkt, wenn man einen Kippschalter dabei hat, den man gut sichtbar
in die Höhe hält.
Dann beginnt man:
Magischer Schalter
Es gibt einen magischen Schalter
fürs fortgeschrittene Alter.
Du kippst ihn nur,
dann wechselt die Spur!
Und in den nächsten 50 Jahren
wird ein völlig neues Programm gefahren.
Man denke z. B. nur an den Verschleiß,
der uns ereilt auf dem Weg zum Greis.
Das Ziepen und Nagen an Knochen und Sehnen,
die sich nur noch unter Schmerzen dehnen,
an das Knacken von Knorpeln und Gelenken,
die wir beim Sport oder Tanz uns verrenken,
an Rheuma, Arthrose, Arthritis und Gicht
und nicht zuletzt den Verfall im Gesicht...
Doch es gibt ja den magischen Schalter
fürs fortgeschrittene Alter.
Du kippst ihn nur
und wechselst die Spur.
Das Knacken der Knochen, das Ziepen und Nagen
musst du zwar weiterhin ertragen,
und auch bei den Falten
bleibt alles beim Alten,
doch – aus neuer Sicht
stört es dich nicht!
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier,
das geht mir so und wohl auch dir.
Doch wenn wir stets dieselben Sachen
auf immer gleiche Weise machen
- z. B. morgens lange knacken
anstatt den Tag beim Schopf zu packen –
dann tut es manchmal einfach gut,
wenn man die Dinge anders tut.
Auch hier hilft der magische Schalter
fürs fortgeschrittene Alter.
Du kippst ihn nur
und wechselst die Spur:
Du stehst im Morgengrauen auf
und machst dann einen Dauerlauf.
Du drehst deine Runden
so ein bis zwei Stunden.
Danach dehnst du die Glieder
wieder und wieder,
um Muskelkater und ähnliche Leiden
am nächsten Morgen zu vermeiden.
Zum Schluss noch die Übung für Bauch, Beine, Po,
denn wegen der Schwerkraft hängen die so...
Schließlich, nach all dem Schwitzen,
meditierst du im Sitzen
und atmest den Geist -
oder wie immer das heißt.
So, das war es im Groben,
jetzt darfst du dich loben.
Nun weißt du, warum solch ein Frühsportprogramm
nur von Menschen bis dreißig geschafft werden kann.
Und du sinkst in die Kissen
ohne schlechtes Gewissen
und schläfst jeden Morgen bis Mittag aus
so richtig faul – und machst dir nichts draus.
Mit fünfzig ist es auch angemessen,
erlittene Kränkungen zu vergessen.
Das Leben spielt uns übel mit,
wir werden härter Schritt um Schritt.
Dass unsre Eltern schuld dran waren,
darüber sind wir uns im klaren.
Und manch ein Mensch ließ uns im Stich
als wir ihn brauchten – fürchterlich!
Wie soll man so was je verwinden
und seinen Frieden wiederfinden?
Auch hier hilft der magische Schalter
fürs fortgeschrittene Alter,
du kippst ihn nur,
und schon wechselt die Spur.
Mit einem Male fällt dir ein:
Ich war doch selber so ein Schwein,
das einen andern sitzen ließ!
Mann, war ich sauer und wie fies!
Das eigne Hemd war mir so nah –
sein Leiden nahm ich gar nicht wahr...
Kaum schnuppre ich den eignen Mief,
wird Selbsterhöhung rela - tief.
Im Licht der eignen Fehlbarkeit
scheint manches Weh Wehleidigkeit.
Erkenntnis öffnet mir die Tür:
Vergeb ich dir - vergeb ich mir.
Dass dieser Schalter magisch wirkt,
ein Zauber sich darin verbirgt,
das ist ein Schwindel – zugegeben
und doch verändert er das Leben,
wenn wir ihn immer dort verwenden,
wo Mut, Kraft, Liebe, Hoffnung enden.
Du kippst ihn nur – nicht diesen Knopf,
sondern den Schalter in deinem Kopf -
und kannst prompt über Mauern gehen,
die schon ein Leben lang bestehen.
Ich schenk dir diesen Schalter hier
als ein Symbol für den in dir.
Man kann den Schalter auch vorher golden oder silbern anmalen und ihn am Ende mit großer Geste als „Geschenk“ überreichen.
Ein Tipp aus eigener Erfahrung: lass dir Zeit beim Vortragen! Langsamkeit ist die halbe Miete. Die Gags können sich dann besser entfalten.
Das nächste Geburtstagsgedicht ist wieder etwas ernsthafter. Erneut geht es darum abzuwägen zwischen Gewinn und Verlust, zwischen Jugend und Reife. Ist man mit fünfzig bereits auf dem "absteigenden Ast" oder steht man am 50. Geburtstag auf dem Gipfel?
Zweimal fünfundzwanzig
Fünfzig ist rein mathematisch
ganz genau so fünf mal zehn
oder zweimal fünfundzwanzig,
wenn wir auf die Summe sehn.
So zerlegt in kleine Zahlen,
appetitlich portioniert,
klingt die Zahl erheblich frischer
und geht runter wie geschmiert.
Zahlenspiele sind verlockend,
lohnt es, auf sie einzugehen?
Lasst uns diese fünfundzwanzig
mal ganz aus der Nähe sehen:
Fünfundzwanzig junge Lenze
klingen jung, ambitioniert,
voller zukunftsfroher Hoffnung,
ganz gewiss nicht etabliert.
Fünfundzwanzig - unverletzlich,
voller Kraft, Mut, Phantasien
gaben wir uns unsren Träumen
und dem Pläneschmieden hin.
Schöne Zeiten, zweifelsohne,
viele Türen standen offen,
ließen uns auf Glück, Karriere
und die große Liebe hoffen.
Gute Zeiten, ohne Frage,
jung, lebendig, unverbraucht,
lange Nächte, lange Tage,
Wein, Bier, manchmal auch geraucht.
Fünfundzwanzig - welch ein Alter!
Vor der Schwelle zum Begreifen,
dass ganz wesentliche Dinge
erst in höh'rem Alter reifen.
Wie zum Beispiel tiefe Einsicht,
Selbstkritik oder Geduld;
die Erkenntnis, an Misslungnem
trage ich meist selbst die Schuld.
Auch Erfahrungen des Scheiterns
Kommen meist nach dreißig, vierzig.
Wer glaubt, sie sei'n zu vermeiden,
wird erschüttert, denn er irrt sich.
Sich wie Phönix aus der Asche
Zu erheben nach dem Stürzen
Ist ein Privileg des Alterns
Und kann Leidenszeit verkürzen.
Ja, wir haben viel mehr Falten.
Ja, es kränkt, wenn man ergraut.
Nein, dem ist nicht abzuhelfen,
gegen's Altern wächst kein Kraut.
Und selbst wenn ein solches wüchse,
würde ich es nicht empfehlen,
sondern ohne großes Zögern
Leben mit Erfahrung wählen.
Fünfzig ist als runde Zahl
Mehr als Zahlenspielerei,
mehr als zweimal fünfundzwanzig
oder fünf mal fünf mal zwei.
Fünfzig Jahre, so erkenn ich,
sind kein Grund zu wilder Flucht.
Fünfzig sind in Summe alles:
Same, Schössling, Blüte, Frucht.
Das nächste Gedicht zum 50. Geburtstag heißt "Carpe diem", was so viel heißt wie "pflücke den Tag" oder "genieße den Tag". Je älter man wird, umso deutlicher wird es, dass nur der Augenblick zählt. Der 50. Geburtstag ist ein guter Zeitpunkt, um diese Tatsache zu betonen. Im folgenden Gedicht geht es genau darum. Die Verse sind so gefügt, dass man das Ganze auch als Lied singen kann. Die oder der Vortragende sollte am besten selbst über fünfzig Jahre alt sein, dann passt es mit der ersten Strophe auch richtig.
Carpe diem
Ich möchte hier wirklich mitnichten
vom Vorzug des Alterns berichten,
doch sage ich - bitte, erschrick nicht -
ich bin jenseits der 50 sehr glücklich.
Anstatt schon ins Morgen zu eilen,
habe ich gelernt zu verweilen,
denn wo sonst als im Augenblick
liegt unser Lebensglück?
Durch die Zeit hab ich manches begriffen,
auf Unwesentliches gepfiffen,
ich sag mir heut: komme was mag,
carpe diem! und pflücke den Tag.
Ich pfleg meinen Leib und die Glieder,
einen zweiten gibt es wohl nicht wieder.
Ich hüll ihn in Kaschmir und Seide,
denn das lieben wir alle beide,
für den Körper ist es angenehm,
ihm wird warm, und ich fühl mich schön.
Kompromisse mach ich längst nicht mehr,
dazu mag ich mich viel zu sehr.
Und außerdem hab ich begriffen,
auf Halbheiten wird gepfiffen,
ich sag mir heut: komme was mag,
carpe diem! und pflücke den Tag.
Auch wenn ich beim besten Willen,
nicht mehr lesen kann ohne die Brillen-
und der Plural ist hier angemessen,
viele hab ich schon sonst wo vergessen....
ist fürs Nachsinnen, Denken und Lesen
noch niemals so viel Zeit gewesen,
Zeit, die ich gerne mit mir verbringe,
unter Ausschluss unwichtiger Dinge.
Denn ich habe es wirklich begriffen,
auf Belangloses wird gepfiffen,
Ich sag mir heut: komme was mag,
carpe diem! und pflücke den Tag.
Ich hab meine Kanten und Ecken,
ich will sie auch gar nicht verstecken.
Obwohl, glatt und einfach zu sein,
gilt ja vielfach doch als fein.
Der Turm zu Pisa ist schief,
und zwar richtig, nicht nur relativ,
doch gerade durch sein starkes Neigen
ist er ausgefallen und eigen.
Auch durch ihn habe ich begriffen:
auf Normen wird besser gepfiffen.
Ich bin wie ich bin und mich mag.
Carpe diem! Ich pflücke den Tag.
Ich beginne auch langsam zu ahnen:
vom Träumen, Entwerfen und Planen,
bleibt oft grad jenes bestehn,
was wir anfangs gar nicht sehn.
Anstatt Utopien zu erhaschen,
lass ich mich heute gern überraschen,
das Leben ist bunt und riskant,
und weit größer als mein Verstand.
Deshalb will ich weiter tanzen
nach der Melodie des Ganzen,
und mir sagen: komme was mag,
carpe diem - ich pflücke den Tag.
Jetzt noch ein paar kürzere Verse und Sprüche zum 50. Geburtstag. Man kann sie vortragen oder als Glückwünsche zum 50. Geburtstag dem Geburtstagsgeschenk beilegen:
50 Jahre sind nicht viel,
wenn man 100 werden will.
Die Hälfte ist schon mal geschafft
und für den Rest: viel Glück und Kraft!
-
Herzliche Glückwünsche zum 50. Geburtstag!
oder
Zum 50. Geburtstag Glück,
Gesundheit, langes Leben!
Und dass auf deinem weitren Weg
mehr Sonne sei als Regen
Für diejenigen, die ihre Glückwünsche zum 50. Geburtstag eines Freundes ausdrücken wollen, kommen diese Verse in Frage:
Die 50 hast du nun erreicht.
Wir möchten gratulieren!
Wenn’s möglich wäre, würden wir
Dich gerne patentieren!
Als Freund bist du ein echter Hit,
und magst du auch ergrauen,
wir wissen doch, man kann auf dich
in jedem Alter bauen.
Wir hoffen, dass unsere Geburtstagsgedichte dir weitergeholfen haben.
War etwas Passendes für dich dabei?
Wenn du Verbesserungsvorschläge für diese Seite „Gedichte
zum 50. Geburtstag“ hast, dann schreib uns doch!
Wir freuen uns über Anregungen.
Und falls du selbst Verse, Reime oder Sprüche zum 50. Geburtstag geschrieben hast oder Gedichte zum 50. Geburtstag kennst, teile sie uns doch mit!
Gute Geburtstagsgedichte veröffentlichen wir gerne auf dieser Seite.
