Gedicht zur Taufe

Ein Gedicht zur Taufe ist nicht nur eine wunderbare Überraschung, sondern auch ein ganz besonderes Geschenk. Selbst ein schlichtes Geldgeschenk ist enorm aufgewertet, wenn es zusammen mit einem Taufgedicht überreicht wird.

Ein lachendes Baby bei der Taufe. Hier findest du nicht nur schöne passende Verse, Reime und Gedichte zur Taufe, sondern auch verschiedene kurze Sprüche, Zitate und Bibelverse, die sich gut als Taufspruch oder als Spruch für die Einladungskarte oder Glückwunschkarte eignen.

Festreden werden durch ein schönes Taufgedicht ansprechender, Fürbitten inniger, eine Einladung zur Taufe persönlicher.
Ein gutes Gedicht hallt in der Erinnerung noch lange nach.

Wie immer du deinen Glückwunsch überbringen willst, mündlich oder schriftlich, hier findest du die passenden Verse rund um Geburt, Geburtstag, Baby und Taufe. Es gibt sowohl ernsthafte als auch lustige Taufgedichte auf dieser Seite.

Jedes Gedicht zur Taufe ist natürlich kostenlos und für den privaten Gebrauch frei verfügbar.

Die folgenden Verse heißen das neue Baby willkommen in dieser Welt und zeigen, was wir, die Erwachsenen, von einem kleinen Kind noch lernen können:

Willkommen

Willkommen auf diesem Planeten,
willkommen in unserer Welt!
Wir fangen an zu ahnen:
du hast uns bisher noch gefehlt.

Wir wollen von dir lernen,
wie man vollkommen lacht –
ganz unbeschwert und völlig frei
von dem, was Sorgen macht.

Wir wollen von dir lernen,
wie man Trauer zeigt –
öffentlich und tränenreich
und nicht voll Scham still schweigt.

Wir wollen von dir lernen,
wie man entrüstet schreit,
ganz spontan und ungehemmt
und dann ganz schnell verzeiht.

Wir wollen von dir lernen,
dass alles aus Wundern besteht –
jedes Blatt, jedes Tier, jeder Finger von dir
und der Wind, der ums Haus herum weht.

Wir wollen mit dir gemeinsam
durch dieses Leben gehn:
uns streiten, versöhnen,
kämpfen, verwöhnen,
uns halten und fassen
und auch wieder lassen,
uns in die Augen sehn
und lernen zu verstehn.

Renate Eggert-Schwarten

Dieses Taufgedicht wurde von Hans Götz vertont und es ist als Video auf YouTube veröffentlicht:




Ein wunderschönes Gedicht von Rilke zeigt ebenfalls, was Kinder uns voraushaben, nämlich die vorbehaltlose Konzentration auf den Augenblick:

Du mußt das Leben nicht verstehen

Du mußt das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und laß dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen
von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken läßt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.

Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.

Rainer Maria Rilke

Nun zu einem auf den ersten Blick sehr lustigen Gedicht von Kurt Tucholsky, das allerdings Humor mit Gesellschaftskritik verbindet:

An das Baby

Alle stehn um dich herum:
Fotograf und Mutti
und ein Kasten, schwarz und stumm,
Felix, Tante Putti...
Sie wackeln mit dem Schlüsselbund,
fröhlich quietscht ein Gummihund.
"Baby, lach mal!" ruft Mama.
"Guck", ruft Tante, "eiala!"
Aber du, mein kleiner Mann,
siehst dir die Gesellschaft an...
Na, und dann - was meinste?
Weinste.

Später stehn um dich herum
Vaterland und Fahnen;
Kirche, Ministerium,
Welsche und Germanen.
Jeder stiert nur unverwandt
auf das eigne kleine Land.
Jeder kräht auf seinem Mist,
weiß genau, was Wahrheit ist.
Aber du, mein guter Mann,
siehst dir die Gesellschaft an...
Na, und dann - was machste?
Lachste.

Kurt Tucholsky

Ein kurzes, lustiges Gedicht zur Geburt stammt von Wilhelm Busch:

Eh' man auf diese Welt gekommen
und noch so still vorlieb genommen,
da hat man noch bei nichts was bei;
man schwebt herum, ist schuldenfrei,
hat keine Uhr und keine Eile
und äußerst selten Langeweile.
Allein man nimmt sich nicht in Acht,
und schlupp! Ist man zur Welt gebracht.

Wilhelm Busch

Ein Taufgedicht zum Vortragen für Kind & Erwachsenen

Eine brennendeTaufkerze. Das nächste Gedicht zur Taufe sollte von einem Erwachsenen und einem Kind gemeinsamen vorgetragen werden. Ich habe es zur Taufe eines Kindes von Freunden geschrieben und es in der Kirche zusammen mit meiner Tochter als Lied gesungen. Der Erwachsenen-Text war der Refrain und wiederholt sich deshalb immer wieder als Antwort auf die kindlichen Wünsche. Die Verse lassen sich aber auch ohne Melodie als Taufgedicht einfach im Wechsel vortragen:

Gedicht zur Taufe für Zwei

Kind:
Wenn ich groß bin, wünsch ich mir
Ein Haus wie Barbie mit Klavier,
ich wohn darin mit Mann und Kind
und klar ist, dass wir glücklich sind.

Erwachsener:
Träume, was du träumen willst,
wünschen darf man viel,
doch vergiss das Eine nicht
auf deinem Weg zum Ziel:
ein Stück liegt in deiner Hand,
es wird wahr mit Mut und Verstand,
doch der Rest, mein Kind, bleibt, das bedenk,
ein riesengroßes Geschenk.

Kind:
Wenn ich groß bin, hoffe ich,
alle Leute mögen mich.
Ich werd klug sein, gut und schön,
so dass sie alle nach mir sehn.

Erwachsener:
Träume, was du träumen willst,
wünschen darf man viel,
doch vergiss das Eine nicht
auf deinem Weg zum Ziel:
ein Stück liegt in deiner Hand,
es wird wahr mit Mut und Verstand,
doch der Rest, mein Kind, bleibt, das bedenk,
ein riesengroßes Geschenk.

Kind:
Wenn ich groß bin und hab Geld,
ändre ich die ganze Welt.
Alle Menschen, groß und klein,
sollen satt und glücklich sein.

Erwachsener:
Träume, was du träumen willst,
wünschen darf man viel,
doch vergiss das Eine nicht
auf deinem Weg zum Ziel:
ein Stück liegt in deiner Hand,
es wird wahr mit Mut und Verstand,
doch der Rest, mein Kind, bleibt, das bedenk,
ein riesengroßes Geschenk.

Kind:
Wenn ich groß bin, wünsch ich mir,
du bist dann noch immer hier,
alt, gesund und weise dann,
dass ich dich alles fragen kann.

Erwachsener:
Träume, was du träumen willst,
wünschen darf man viel,
doch vergiss das Eine nicht
auf deinem Weg zum Ziel:
ein Stück liegt in deiner Hand,
es wird wahr mit Mut und Verstand,
doch der Rest, mein Kind, bleibt, das bedenk,
ein riesengroßes Geschenk.

Renate Eggert-Schwarten

Sprüche & Zitate zur Taufe

Jemand bei dem Studieren der Bibel. Einer der bekanntesten Sprüche zum Thema „Kinder“ ist von Khalil Gibran. Die Verse werden immer wieder gerne als Taufspruch verwendet, auch wir haben sie vor nun dreißig Jahren für die Geburtsanzeige unseres ersten Kindes gewählt:

Deine Kinder

Deine Kinder sind nicht deine Kinder,
sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch dich, aber nicht von dir,
und obwohl sie bei dir sind, gehören sie dir nicht.
Du kannst ihnen deine Liebe geben, aber nicht deine Gedanken,
denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
du kannst ihrem Körper ein Heim geben, aber nicht ihrer Seele,
denn ihre Seele wohnt im Haus von morgen, das du nicht besuchen kannst,
nicht einmal in deinen Träumen.
Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein,
aber suche nicht, sie dir gleich zu machen,
denn das Leben geht nicht rückwärts und verweilt nicht beim Gestern.
Du bist der Bogen,
von dem deine Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden...
Lass deine Bogenrundung in der Hand des Schützen Freude bedeuten.

Khalil Gribran

Zitate berühmter Dichter, Schriftsteller und Philosophen machen sich immer gut als Einladungsspruch zur Taufe:

Wir können die Kinder nach unserem Sinne nicht formen; so wie Gott sie uns gab, so muss man sie haben und lieben.
Johann Wolfgang von Goethe

Mit einer Kindheit voll Liebe kann man ein ganzes Leben lang aushalten.
Jean Paul

Jedes Kind bringt die Botschaft, dass Gott die Lust am Menschen noch nicht verloren hat.
Rabindranath Tagore

Taufsprüche aus der Bibel

Und zum Abschluss noch einige Verse aus der Bibel, die die Wahl des Taufspruchs erleichtern sollen:

Gott lässt deinen Fuß nicht wanken; er, der dich behütet, schläft nicht.

Psalm 121,3

Sei mutig und stark! Fürchte dich also nicht, und hab keine Angst; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir bei allem, was du unternimmst.

Josua 1,9

Niemand wird dir Widerstand leisten können, solange du lebst. Wie ich mit Mose war, will ich auch mit dir sein. Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.

Josua 1,5

Begreife, Kinder sind ein Auftrag Gottes, und Elternschaft ist eine Aufgabe.
Wie Pfeile in der Hand des Starken sind die Söhne der Jugendzeit.
Glücklich, wer seinen Köcher mit ihnen gefüllt hat!

Psalm 127, 3-5

Das waren unsere Vorschläge für ein Gedicht zur Taufe. Wir hoffen, es war auch etwas für deine Zwecke dabei.

Solltest du andere Gedichte zur Taufe kennen, die hierher passen, dann schreib uns doch einfach! Gute Gedichte, die du vielleicht selbst zur Geburt oder Taufe eines Kindes verfasst hast, nehmen wir ebenfalls gerne auf unserer Seite „Gedicht zur Taufe“ auf. Wir freuen uns über alle Einsendungen zu diesem Thema.

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