Gedicht für einen besten Freund

Es gibt viele Gelegenheiten, um ein Gedicht für einen besten Freund zum Einsatz zu bringen. Passenden Verse sind eine liebe Geste, wenn es darum geht, echte Freundschaftsgefühle auszudrücken.

Hier gibt es kurze und längere Gedichte, Reime und Sprüche, die sehr wahrhaftig ausdrücken, was Freundschaft bedeutet.
Auf einer schönen Grußkarte kann so ein Gedicht für einen besten Freund deinen Dank bekunden für seinen Beistand in schweren Zeiten.

Ein Freundschaftsgedicht kann auch eine ehemalige Freundschaft neu beleben und eine bestehende auf schöne Weise weiter festigen.

Des Weiteren findest du ernsthafte, eindrückliche Verse und Reime genau so wie >witzige, lustige Gedichte und Sprüche für einen Freund, dem du einfach sagen möchtest, wie wichtig er dir ist.

Insbesondere zum Geburtstag eines Freundes kann ein Gedicht eine wirklich hübsche Überraschung sein. Zu diesem Thema gibt es außerdem eine eigene spezielle Seite, die wir dir gerne empfehlen möchten:
Geburtstagsgedicht für einen Freund.

Zu Beginn hier ein Gedicht, das ausdrückt, wie wertvoll Freunde sind.
In der letzten Zeile kann wahlweise „dir“ oder „euch“ eingesetzt werden, je nachdem, ob du dich an eine Runde von Freunden wendest oder an einen einzelnen Freund oder eine Freundin:

Freunde

Was wär ich ohne Freunde,
was wär ich ohne dich?
Ich läg als kleines Puzzleteil
allein auf leerem Tisch.

Bei mir käm niemand je vorbei
und lobte meinen Kuchen,
den ich so blitzschnell zaubern kann
bei plötzlichen Besuchen.

Mein Gästebett, das bliebe leer,
mein Kaffee ungetrunken,
und ohne Freunde wäre ich
in Schwermut längst versunken.

Wenn ich auf langen Reisen bin,
wem sollte ich wohl schreiben?
Ganz ohne Freunde könnte ich
doch gleich am Nordpol bleiben.

Und jedes Fest bei mir im Haus
ist doch erst wirklich schön,
wenn neben Nachbarn und Bekannten
auch gute Freunde stehn.

Wir sind wie Teile eines Puzzles,
eins ganz allein gibt keinen Sinn.
Und deshalb bin ich so zufrieden,
dass ich mit dir (euch) befreundet bin.

Renate Eggert-Schwarten

Im nächsten Gedicht geht es auf sehr humorvolle Art darum, dem Freund oder der Freundin zu sagen, wie wichtig er oder sie für dich ist:

Zwingend notwendig

Piloten brauchen Copiloten,
sonst fällt das Flugzeug runter.
Der Käpt’n braucht den Steuermann,
sonst geht der Kutter unter.

Ein Zweier braucht den zweiten Mann,
sonst ist er nur ein Einer.
Ein Zwilling braucht den anderen,
sonst wäre er ja keiner.

Ein linker braucht den rechten Schuh,
sonst bilden sie kein Paar,
Ausnahme beim Kriegsveteran,
der kommt mit einem klar.

Der Handschuh braucht sein Gegenstück,
weil eine Hand sonst friert,
es sei denn (siehe oben)
oder man ist amputiert.

Beim Atmen reicht der Atemzug
gewiss nicht ganz allein,
folgt darauf nicht der Atemstoß,
dann geht der Mensch bald ein.

Das Bier im Glas braucht seine Blume,
sonst schmeckt es trist und schal,
der Turmsprung braucht ein Wasserbecken,
sonst endet er fatal.

Die Quintessenz des Ganzen, nun,
ist die nicht offensichtlich?
Ein jedes Beispiel macht nur klar:
genau so brauche ich Dich!

Renate Eggert-Schwarten

Auch der berühmte Dichter Joachim Ringelnatz machte sich so seine Gedanken über die Freundschaft in folgendem Gedicht:

Freundschaft

Die Liebe sei ewiger Durst.
Darauf müßte die Freundschaft bedacht sein.
Und, etwa wie Leberwurst,
Immer neu anders gemacht sein.

Damit man's nicht überkriegt.
Wer einmal den Kanal
Überfliegt,
Merkt: Der ist so und so breit.
Und das ändert sich kaum
In menschlein-absehbarer Zeit.
Wohl aber kann man dies Zwischenraum
Schneller oder kürzer durchqueren.
Wie? Das muß die Freundschaft uns lehren.

Ach, man sollte diesen allerhöchsten Schaft,
Immer wieder einmal jünglingshaft
Überschwenglich begießen.
Eh' uns jener ausgeschlachtete Knochenmann dahinrafft.

J. Ringelnatz

Das nächste Gedicht ist schon mehr als 300 Jahre alt, doch der Dichter (er lebte von 1646 bis 1699) drückt mit seinen altertümlichen Worten eine noch immer treffende Botschaft aus: wahre Freundschaft überdauert alles!

Das Glücke wendet sich...

Das Glücke wendet sich,
der Ehre Rauch verschwindet.
Man kömmt um Geld und Gut,
das schöne Weib wird alt.
Ein Freund bleibt wie er ist.
Nicht Alter noch Gewalt,
Nicht Neid noch Glücke trennt,
was Lieb und Treue bindet:
Was die Natur verknüpft,
wird oftermals zurissen.
Was Freundschaft feste macht,
wird ewig halten müssen.

Hans Aßmann von Abschatz

Ein kurzer Spruch für einen besten Freund sind diese Verse, die sich wegen der Kürze auch als SMS eignen:

Wenn ich „Freundschaft“ sage,
seh ich dein Gesicht.
Liebe kann zerbrechen,
wahre Freundschaft nicht.

Renate Eggert-Schwarten

Nur wer Freunde besitzt und Freundschafen pflegt, dem kann man wirklich vertrauen. Das sagt uns die gereimte Geschichte von Friedrich Bodenstedt:

Freundschaft

Mirza-Schaffy kam einst auf einer Reise
Zu einem reichen Mann. Da sprach der Weise:
Ich will dein Gast für heut und morgen bleiben,
Hilf mir die Zeit nun angenehm vertreiben;
Bereit' ein Fest, lad' gute Freunde ein,
Wir wollen froh und guter Dinge sein!
- Ich habe keine Freude! - sprach der Mann.
Mirza-Schaffy sah ihn verwundert an:
So darf ich nicht dein Dach zum Obdach wählen,
Dem selbst beim Reichtum gute Freunde fehlen!
Er schüttelte den Staub von seinen Füßen,
Verließ den Reichen, ohne ihn zu grüßen,
Sprach: Wem der Himmel keinen Freund beschert,
Weh ihm! der Mann ist keines Grußes wert.

Friedrich von Bodenstedt

Auf einer Seite, die „Gedicht für einen besten Freund“ heißt, darf das wohl berühmteste Gedicht nicht fehlen, das je in deutscher Sprache über das Thema Freundschaft geschrieben wurde.

Es ist eine Ballade von Friedrich Schiller, die sich auch 200 Jahre später noch spannend und berührend liest und deren letzte Verse jeder kennt:

Die Bürgschaft

Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich
Damon,, den Dolch im Gewande;
Ihn schlugen die Häscher in Bande.
"Was wolltest du mit dem Dolche, sprich!"
Entgegnet ihm finster der Wüterich.
"Die Stadt vom Tyrannen befreien!"
"Das sollst du am Kreuze bereuen."
"Ich bin", spricht jener, "zu sterben bereit
Und bitte nicht um mein Leben,
Doch willst du Gnade mir geben,
Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit,
Ich lasse den Freund dir als Bürgen,
Ihn magst du, entrinn ich, erwürgen."
Da lächelt der König mit arger List
Und spricht nach kurzem Bedenken:
"Drei Tage will ich dir schenken.
Doch wisse! Wenn sie verstrichen, die Frist,
Eh du zurück mir gegeben bist,
So muss er statt deiner erblassen,
Doch dir ist die Strafe erlassen."
Und er kommt zum Freunde: "Der König gebeut,
Dass ich am Kreuz mit dem Leben
Bezahle das frevelnde Streben,
Doch will er mir gönnen drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit,
So bleib du dem König zum Pfande,
Bis ich komme, zu lösen die Bande."
Und schweigend umarmt ihn der treue Freund
Und liefert sich aus dem Tyrannen,
Der andere ziehet von dannen.
Und ehe das dritte Morgenrot scheint,
Hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint,
Eilt heim mit sorgender Seele,
Damit er die Frist nicht verfehle.
Da gießt unendlicher Regen herab,
Von den Bergen stürzen die Quellen,
Und die Bäche, die Ströme schwellen.
Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab,
Da reißet die Brücke der Strudel hinab,
Und donnernd sprengen die Wogen
Des Gewölbes krachenden Bogen.
Und trostlos irrt er an Ufers Rand,
Wie weit er auch spähet und blicket
Und die Stimme, die rufende, schicket,
Da stößet kein Nachen vom sichern Strand,
Der ihn setze an das gewünschte Land,
Kein Schiffer lenket die Fähre,
Und der wilde Strom wird zum Meere.
Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht,
Die Hände zum Zeus erhoben:
"O hemme des Stromes Toben!
Es eilen die Stunden, im Mittag steht
Die Sonne, und wenn sie niedergeht
Und ich kann die Stadt nicht erreichen,
So muß der Freund mir erbleichen."
Doch wachsend erneut sich des Stromes Wut,
Und Welle auf Welle zerrinnet,
Und Stunde an Stunde entrinnet.
Da treibt ihn die Angst, da fasst er sich Mut
Und wirft sich hinein in die brausende Flut
Und teilt mit gewaltigen Armen
Den Strom, und ein Gott hat Erbarmen.
Und gewinnt das Ufer und eilet fort
Und danket dem rettenden Gotte,
Da stürzet die raubende Rotte
Hervor aus des Waldes nächtlichem Ort,
Den Pfad ihm sperrend, und schnaubet Mord
Und hemmet des Wanderers Eile
Mit drohend geschwungener Keule.
"Was wollt ihr?" ruft er, für Schrecken bleich,
"Ich habe nichts als mein Leben,
Das muss ich dem Könige geben!"
Und entreißt die Keule dem nächsten gleich:
"Um des Freundes willen erbarmet euch!"
Und drei mit gewaltigen Streichen
Erlegt er, die andern entweichen.
Und die Sonne versendet glühenden Brand,
Und von der unendlichen Mühe
Ermattet sinken die Kniee.
"O hast du mich gnädig aus Räubershand,
Aus dem Strom mich gerettet ans heilige Land,
Und soll hier verschmachtend verderben,
Und der Freund mir, der liebende, sterben!"
Und horch! da sprudelt es silberhell,
Ganz nahe, wie rieselndes Rauschen,
Und stille hält er, zu lauschen,
Und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell,
Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell,
Und freudig bückt er sich nieder
Und erfrischet die brennenden Glieder.
Und die Sonne blickt durch der Zweige Grün
Und malt auf den glänzenden Matten
Der Bäume gigantische Schatten;
Und zwei Wanderer sieht er die Straße ziehn,
Will eilenden Laufes vorüberfliehn,
Da hört er die Worte sie sagen:
"Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen."
Und die Angst beflügelt den eilenden Fuß,
Ihn jagen der Sorge Qualen,
Da schimmern in Abendrots Strahlen
Von ferne die Zinnen von Syrakus,
Und entgegen kommt ihm Philostratus,
Des Hauses redlicher Hüter,
Der erkennet entsetzt den Gebieter:
"Zurück! du rettest den Freund nicht mehr,
So rette das eigene Leben!
Den Tod erleidet er eben.
Von Stunde zu Stunde gewartet' er
Mit hoffender Seele der Wiederkehr,
Ihm konnte den mutigen Glauben
Der Hohn des Tyrannen nicht rauben."
"Und ist es zu spät, und kann ich ihm nicht
Ein Retter willkommen erscheinen,
So soll mich der Tod ihm vereinen.
Des rühme der blutge Tyrann sich nicht,
Dass der Freund dem Freunde gebrochen die Pflicht,
Er schlachte der Opfer zweie
Und glaube an Liebe und Treue."
Und die Sonne geht unter, da steht er am Tor
Und sieht das Kreuz schon erhöhet,
Das die Menge gaffend umstehet,
An dem Seile schon zieht man den Freund empor,
Da zertrennt er gewaltig den dichten Chor:
"Mich, Henker!" ruft er, "erwürget!
Da bin ich, für den er gebürget!"
Und Erstaunen ergreifet das Volk umher,
In den Armen liegen sich beide
Und weinen für Schmerzen und Freude.
Da sieht man kein Auge tränenleer,
Und zum Könige bringt man die Wundermär,
Der fühlt ein menschliches Rühren,
Läßt schnell vor den Thron sie führen.
Und blicket sie lange verwundert an.
Drauf spricht er: "Es ist euch gelungen,
Ihr habt das Herz mir bezwungen,
Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn,
So nehmet auch mich zum Genossen an,
Ich sei, gewährt mir die Bitte,
In eurem Bunde der Dritte."

Friedrich von Schiller

Das waren unsere Gedichte für einen besten Freund. Wir hoffen, es waren die richtigen Verse für dich dabei.

Solltest du selbst ein Freundschaftsgedicht kennen, das auf unsere Seite passt, dann schreib uns doch! Vielleicht hast du selbst schon einmal ein Gedicht für einen besten Freund verfasst?

Deine Reime, Verse und Sprüche interessieren uns. Gute Gedichte zum Thema Freundschaft veröffentlichen wir gerne auf unserer Seite „Gedicht für einen besten Freund“.

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